Kunst Und Poesie viết bằng hai thứ tiếng Việt và Đức

Thứ Sáu, 26 tháng 8, 2016

Die Magie vom Annehmen und Loslassen intensiver Gefühle

photo by Mathias Reed / www.unsplash.com
"Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt."
(Dalai Lama)
Ich erlebe immer wieder Situationen, in denen ich starken und auch unangenehmen Gefühlen ausgesetzt bin. Da ich zu den Menschen gehöre, die schnell "explodieren", ist es in meiner Vergangenheit häufiger vorgekommen, dass ich Dinge gesagt oder getan habe, die ich hinterher bereute. Mit Hilfe der Meditations- und Achtsamkeitspraxis habe ich einen für mich stimmigen Weg gefunden, mit schwierigen Gefühle umzugehen.
Die 2 wichtigsten Komponenten sind dabei für mich das Annehmen und das Loslassen dieser Gefühle.

Schritt 1 - Annehmen

Mit Hilfe der Achtsamkeitspraxis schule ich mich darin, die Gefühle, die in mir auftauchen, aufmerksam zu beobachten. Dies ist für mich immer wieder herausfordernd, da ich auch eine Neigung dazu habe, diese Gefühle zu unterdrücken. Ich ertappte mich im Prozess dieser Selbstentwicklung immer wieder dabei, wie ich versuchte mir einzureden, dass ich diese Gefühle nicht haben darf: Du darfst nicht wütend sein! Durch eine konstante Übung im achtsamen beobachten meiner Gedanken und Gefühle, gelingt es mir seither immer besser, sie wahrzunehmen und mich dennoch nicht mit ihnen zu identifizieren. Das Annehmen von Gefühlen funktioniert technisch folgendermaßen:
  1. Ich richte meine Aufmerksamkeit zunächst auf meinen Atem. Ich spüre jedes Ein- und Ausatmen.
  2. Ich nehme die in mir auftauchenden Gefühle wahr.
  3. Ich benenne diese Gefühle, ohne zu bewerten: "Da ist Ärger.", "Da ist Scham.", "Da ist Angst."
  4. Ich nehme die Gedanken und Bewertungen zu den Gefühlen wahr, ohne mich mit der "Geschichte" zu identifizieren.
Dann mache ich mir bewusst, dass all dies in mir lebendig ist, in diesem Augenblick. So ist es jetzt.
Mit dieser Annahme tritt bereits eine enorme Entspannung in meinem System ein. Im Lichte der Achtsamkeit verschwindet das Bedrohliche an solchen Gefühlen und ich eröffne mir selbst einen größeren Raum an Handlungsmöglichkeiten.

Schritt 2 - Loslassen

Wenn ich ein unangenehmes Gefühl mit Achtsamkeit betrachte und es beobachte, lasse ich mich nicht hinein verstricken. Ich beobachte das Gefühl so lange, wie es in mir zugegen ist. Wenn ich wirklich präsent bin, erlebe ich häufig, dass dieses Gefühl dann von ganz allein verschwindet. Das ist für mich ein passives Loslassen. Gelingt es mir jedoch nicht, präsent bei dem Gefühl zu verweilen, sondern ich bemerke, dass ich mich darin verwickelt habe, dann übe ich mich darin, das Gefühl aktiv los zu lassen.
Hierfür kehre ich mit meiner Aufmerksamkeit immer wieder zu meinem Atem zurück. Dann beginne ich den Prozess von vorne und übe mich auch gleichzeitig in einer mitfühlenden Haltung mir selbst gegenüber. 
Dieser Prozess des achtsamen Umgangs mit schwierigen Emotionen hat viele positive Nebeneffekte:
1 - Der Zugang zu meinen Gefühlen und mein zunehmend souveräner Umgang damit gibt mir Sicherheit und ein Grundvertrauen. 
2 - Ich erlebe eine größere Bandbreite an Gefühlen - fühle mich dadurch lebendiger.
3 - Meine Angst, von Gefühlen überflutet zu werden, schwindet.
4 - Ich erlebe ein größeres körperliches Wohlbefinden, weil unterdrückte Gefühle aufgelöst werden und mich nicht mehr krank machen.
5 - Ich bin besonnener, lasse mich nicht mehr so leicht von Impulsen leiten.
6 - Meine Streitlust hat im gleichen Zuge abgenommen wie mein Mitgefühl gegenüber Anderen gestiegen ist.
Im Annehmen und Loslassen schwieriger Gefühle erlebe ich einen enormen halt. Buddha hat das Loslassen den „Schlüssel zum Glück“ genannt. Diese Herangehensweise nimmt mir einen enorme Last von den Schultern und ich kann durchatmen. Alter Schmerz heilt langsam. Ich erlebe, wie sich mir immer wieder neue Türen öffnen, zum Hier und Jetzt und zu neuen Möglichkeiten.




Không có nhận xét nào:

Đăng nhận xét